„Kunden fragen ‘Wie viele Fans hat sie?’ bevor sie fragen, wie sie aussieht“: Nachfrage nach ‘Insta-berühmten’ Modellen steigt, Agenturen sagen, Mädchen brauchen mindestens 10.000 Fans, um gebucht zu werden
Laut führenden australischen Modelagenturen ist „Insta-Ruhm“ das neueste Kriterium für Modelle, die Jobs buchen möchten.
Während Schönheit, Fitness und Gesundheit erwartet werden, dreht sich für den „Influencer“ alles um Nachfrage und Popularität.
Dank der sozialen Medien werden nun auch „Influencer“- und „Blogger“-Abteilungen zu traditionellen Model-Portfolios hinzugefügt, damit Agenturen mit der Kundennachfrage Schritt halten können.
Catherine McGill, Geschäftsführerin von Vivien Models, erzählte der Daily Mail Australia, dass sie vor zwei Monaten einen ‘Influencer’-Bereich eingerichtet haben, um der wachsenden Nachfrage der Kunden nach Social-Media-Zahlen gerecht zu werden.
Influencer: Gigi Hadid ist eines von vielen gefragten Modellen, deren Social-Media-Fangemeinde ebenso anziehend ist wie ihr Aussehen, sodass Kunden sie für Jobs buchen.
Self-made-Model: Mimi Elashiry verwandelte ihre Social-Media-Follower in eine Modelkarriere.
„Unsere Booker gaben mir Feedback, dass Kunden Modelle wollten, die blond waren, am Strand sein könnten und eine hohe Social-Media-Fangemeinde hatten“, sagte sie.
„Wenn wir heute Talente buchen, sprechen wir in Verhandlungen auch über die Zahlen der Mädchen.“
McGill sagt, die durchschnittliche Kundenerwartung liegt irgendwo zwischen 10.000 und 300.000 Followern.
„Diese Zahlen sind nicht in Stein gemeißelt, aber 10.000 ist die Mindestanzahl, die Kunden wollen“, sagte sie.
„Wenn Modelle diese Zahl erreichen, könnten sie auf unserer ‚Influencer‘-Seite hinzugefügt werden.“
Joseph Tenni von Chadwick Models erzählte News.com.au: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Kunde fragt: ‚Wie viele Follower hat sie?‘ bevor er fragt, wie sie aussieht.“
Chic Management begann vor zwei Jahren ebenfalls eine „Blogger“-Abteilung.
Über Influencer: Die renommierte Modelagentur Vivien hat eine „Influencer“-Seite eingeführt, auf der sie die Social-Media-Statistiken ihrer Modelle dokumentiert.
„Die Grenze, nur ein Modell zu sein, wird unscharf“: Blogger und Influencer werden nun von Agenturen geschnappt, die von ihrer Fangemeinde profitieren.
Geschäftsführer Paul Thomas sagt, das Geld wird jetzt dort ausgegeben, wo Kunden solide Markenpromotion suchen.
„Wenn man darüber nachdenkt, kann Ihre Marke ihr Produkt direkt in jemandes Tasche senden, anstatt einen Katalog zu drucken und darauf zu warten, dass Kunden ihn abholen.“
Thomas erzählte der Daily Mail Australia, dass es alles mit dem schwer fassbaren ‚Cool Girl‘-Reiz zu tun hat.
„Influencer sind wie Kapitäne eines Schiffes — bei so vielen Informationen da draußen wenden sich Menschen zu Modellen, Fashion-Leuten und Talenten und beginnen zu mögen, was sie mögen.“
„Wir haben Kunden, die traditionell buchen, aber neue Marken wollen ein ‚Cool Girl‘ mit vielen Social-Media-Zahlen, damit sie eine Kampagne über die Social-Media-Präsenz des Modells buchen können“, sagte er.
Diese Kombination aus „Cool Girl“-Appeal, Follower-Reichweite und einem ‚Must-have‘-Lifestyle zieht laut Thomas Kunden wirklich an. Modelle werden nun geschult, wie sie sich auf Instagram promoten, um Arbeit zu bekommen.