Von Laufsteg zu Code: Lyndsey Scott bricht Model-Klischees

Wenn Menschen das Wort „Softwareentwickler“ hören, kommen ihnen oft Bilder von blassen, sozial unbeholfenen jungen Männern in den Sinn. Ebenso wird die Modelbranche oft als Welt schöner Gesichter mit wenig Substanz stereotypisiert. Doch Lyndsey Scott, erfolgreiches Model für Prada und Victoria's Secret, widerspricht diesen Annahmen völlig. Sie zierte nicht nur die Seiten von Harper's Bazaar, W und British Vogue, sondern ist auch eine versierte App-Entwicklerin, deren iPhone- und iPad-Kreationen von Apple genehmigt wurden.

Scott erklärte CNN: „Beim Modeln hat man niemals die volle Kontrolle über irgendetwas. Es ist unglaublich erfüllend, meine Fähigkeiten in Apps einzubringen, bei denen ich meinen vollständigen Einfluss sehe.“ Ihre doppelte Karriere zeigt, dass Models weit über den Laufsteg hinaus erfolgreich sein können, und sie dient als Inspiration für junge Models und diejenigen, die mit Modelagenturen arbeiten und sich durch Stereotype eingeschränkt fühlen.

Bevor sie von großen Modelagenturen entdeckt wurde, war Lyndsey ein Teenager aus New Jersey, der sich das Programmieren selbst beibrachte und gleichzeitig mobile Spiele genoss. „Wenn ein Nerd zu sein bedeutet, klug zu sein und gut programmieren zu können, habe ich kein Problem damit“, sagte sie. Schon in der High School hatte sie das Programmieren auf ihrem TI-89-Rechner gemeistert, auch wenn ihre Klassenkameraden ihr Talent nicht vollständig zu schätzen wussten.

Ihr Werdegang vermittelt eine kraftvolle Botschaft: Modeln und intellektuelle Tätigkeiten schließen sich nicht gegenseitig aus. Nachwuchsmodels, ob sie nun mit einer Modelagentur arbeiten oder das Modeln eigenständig erkunden, können sich von Scotts Geschichte inspirieren lassen. Sie zeigt, dass man in der Modewelt erfolgreich sein und gleichzeitig eine sinnvolle Karriere in der Technologie aufbauen kann.
March 12, 2020