Diane von Fürstenberg „Warum Größenvielfalt kostspielig sein kann“
Diane von Furstenberg, die ikonische Modedesignerin, bekannt für ihr zeitloses Wickelkleid und ihre einflussreiche Stimme in der Branche, teilte kürzlich offene Gedanken zu den wirtschaftlichen Herausforderungen von Größenvielfalt in der Mode. Ihre Perspektive beleuchtet nicht nur die breiteren Dynamiken der Branche, sondern auch die Auswirkungen auf Models, Modetrends und die Rolle von Modelagenturen heute.

Beim „Future of Everything Festival“ des Wall Street Journals erklärte von Furstenberg, dass ihre gleichnamige Marke zwar bestrebt sei, möglichst viele Menschen anzusprechen, die Erweiterung der Größen innerhalb der Kollektionen jedoch höhere Produktionskosten mit sich bringt. Sie betonte, dass größere Größen erheblich mehr Stoff erfordern, was die Herstellkosten direkt erhöht – ein Faktor, der mit konsistenten Einzelhandelspreisen für alle Größen in Einklang gebracht werden muss. Von Furstenberg äußerte auch ihre Sorge, dass kleinere Kund:innen nicht mehr zahlen sollten, nur weil die Preise über alle Größen hinweg standardisiert sind.

Diese Kommentare haben Diskussionen in der Modewelt ausgelöst. Sie erinnern Designer:innen und Entscheidungsträger:innen daran, dass Inklusivität – von erweiterten Größen bis zu unterschiedlichen Körperformen – nicht nur eine Frage des Stils, sondern auch der Produktionslogistik und der finanziellen Modellierung ist. Dies hängt eng mit den laufenden Debatten über Vielfalt im Casting-Prozess zusammen, bei dem Models unterschiedlicher Körperformen oft ungleiche Chancen aufgrund festgefahrener Standards und begrenzter Mustergrößenvorbereitung haben.

Für angehende Models und diejenigen, die mit Modelagenturen arbeiten, überschneiden sich die Gespräche über Größenvielfalt auch mit Karrieremöglichkeiten. Agenturen, die aktiv Vielfalt fördern, können die Repräsentation auf Laufstegen und in Kampagnen erweitern, Marken mit einer Vielzahl von Talenten verbinden und Modellarbeit über Größen und Erscheinungsbilder hinweg unterstützen. Casting-Direktor:innen sind zunehmend bewusst, dass die ausgewählten Models starke kulturelle Signale senden und dass Vielfalt – einschließlich Größenvielfalt – die Relevanz und kommerzielle Attraktivität einer Marke beeinflussen kann.

Während Von Furstenbergs Bemerkungen die finanziellen Realitäten der Modeproduktion in den Fokus rücken, dienen sie auch als Erinnerung daran, dass die Branche weiterhin damit ringt, Kosten, Kreativität und Inklusivität auszubalancieren. Während Designer:innen, Modelagenturen und Modelprofis sich an die Erwartungen der Verbraucher:innen anpassen, bleiben Gespräche über Repräsentation – sei es bei Stoffen, Passform oder den Models selbst – zentral für die Zukunft der Mode.
September 07, 2023