Cara Delevingne erregte erstmals als Teenager Aufmerksamkeit, als sie für einige der größten Modehäuser lief, und etablierte sich schnell als gefragtes Model. Im Laufe der Jahre zierte sie unzählige Kampagnen, spielte in Hollywood-Filmen mit und hatte hochkarätige Beziehungen zu berühmten Frauen wie St. Vincent und Ashley Benson. Gerüchte brachten sie auch mit Künstlerinnen wie Halsey in Verbindung, was die Fans an ihrem Privatleben interessiert hielt. Als Model, das sowohl den Laufsteg als auch den roten Teppich gemeistert hat, verkörpert Delevingne die vielfältigen Erfahrungen moderner Models.
Über Instagram teilt sie ungeschönte, oft alberne Fotos und zeigt, dass sie sich in ihrer Haut wohlfühlt. In einem kürzlichen Podcast-Interview sprach Delevingne jedoch offen über Unsicherheiten, mit denen sie lange zu kämpfen hatte. Im britischen Podcast Make it Reign enthüllte sie, dass sie schon über Veränderungen an ihren Brüsten und ihrer Nase nachgedacht habe.
„Es hat seine Wurzeln in einer tiefen Unsicherheit. Ich habe gesagt: ‚Ich will Silikon. Meine Brüste sind nicht mehr so wie früher, als ich jung war‘“, gab Delevingne zu.
Sie war auch kurz davor, sich die Nase operieren zu lassen, erkannte jedoch die Bedeutung von Ehrlichkeit. „Ich war nicht in der Lage, ehrlich zuzugeben, dass ich etwas korrigieren wollte. Und das ist ein Problem, denn junge Jungen und Mädchen verdienen es zu wissen, dass es Dinge gibt, die man nicht auf natürliche Weise erreichen kann. Das ist an sich okay, aber traurig, wenn Menschen nicht ehrlich darüber sind.“
Obwohl dies wie eine Kritik an Schönheitsoperationen klingt, machte sie ihre Haltung deutlich: „Ich freue mich darauf, etwas korrigieren zu lassen! Aber dann muss ich so ehrlich sein, dass ich es von den Baumwipfeln herausschreie. Ich will nicht, dass jemand sich fragt, ob ich etwas gemacht habe oder nicht. Ist es nicht einfacher zu sagen: ‚Ja, wisst ihr was, ich habe etwas korrigieren lassen‘?“
Ihre Ehrlichkeit spiegelt die zunehmende Transparenz unter Models wider, insbesondere darin, wie Modelagenturen und Einzelpersonen in der Modelwelt über Schönheitsstandards kommunizieren. Während der Pandemie stellten Branchenexperten einen starken Anstieg von Anfragen nach Fillern und kosmetischen Eingriffen fest, was zeigt, wie Trends im Modeling die Wahrnehmung des Aussehens beeinflussen.
Abseits der Modelszene lud Delevingne kürzlich Architectural Digest in ihr Haus in Los Angeles ein und präsentierte einen Raum, der so verspielt wie luxuriös ist. Zu den Besonderheiten gehören ein „Vagina-Tunnel“, ein großer Ballsaal, eine Wand voller Hüte für Gäste und sogar ein Pokerraum in einem Zelt. „Ich liebe Spiele, Pantomime, Beer Pong, Poker, Drag-Spiele, alles, was Spaß macht. Wenn meine Freunde zu Besuch kommen, wird das ganze Haus fast zu einem Hindernisparcours – ein Indoor- und Outdoor-Spielplatz à la Alice im Wunderland“, erzählte sie. Dennoch bleibt das Haus trotz seiner Verspieltheit ein echtes Refugium. „Nein, es fühlt sich immer noch wie ein Zuhause an“, sagt sie. „Ich habe ein richtiges Esszimmer, Wohnzimmer und eine Küche. Aber je tiefer man erkundet, desto größer die Chance, Schätze zu finden.“
Cara Delevingnes Weg zeigt die Komplexität, heute Model zu sein – die Balance zwischen öffentlicher Aufmerksamkeit, persönlichen Unsicherheiten und der Suche nach Freude, während sie die Erwartungen des Modelns und die sich entwickelnde Rolle von Modelagenturen navigiert. Sie erinnert daran, dass Authentizität, sowohl auf als auch abseits des Laufstegs, genauso wichtig ist wie Talent.