Zusammen mit einigen frechen Topless-Bildern für die 10. Jubiläumsausgabe von Love hat Reality-Star-Model Kendall Jenner kontroverse Aussagen über die Welt des Modelings gemacht. Viele Models sind empört – und das aus gutem Grund.
Letzte Woche teilte das Magazin eine der Aufnahmen auf Instagram zusammen mit einem Zitat von Jenner: „Von Anfang an waren wir sehr wählerisch bei den Shows, die ich machen würde… Ich war nie eines dieser Mädchen, die 30 Shows pro Saison laufen. Mehr Macht für sie. Aber ich hatte unzählige Jobs, nicht nur Laufstege, sondern alles andere. Die ganze Kombination war sehr überwältigend, und ich musste einen Schritt zurück machen.“
Viele Models wie Julia Ratner, Teddy Quinlivan, Peyton Knight, Irina Djuranovic und Jac Jagaciak reagierten auf Jenners Aussage und hinterfragten die Einstellung des Reality-Stars gegenüber der harten Arbeit von Models. Teddy Quinlivan schrieb auf Instagram: „Models kommen nicht nur aus Calabasas… sie kommen aus Somalia, der sibirischen Tundra, einem ländlichen Dorf in China, einem Wohnwagenpark in Tennessee.“ Sie betonte, dass die Realität vieler Models in Agenturen oft herausfordernd ist.
Die Modeindustrie wird zweifellos von Models aus privilegierten Hintergründen beeinflusst, dennoch arbeiten viele aufstrebende Models hart, um ihren Platz in der Branche zu verdienen. Gigi Hadid, eine enge Freundin von Jenner, sprach in einem Vogue-Interview offen über Privilegien, zeigte aber Respekt für andere Models und betonte die Bedeutung von harter Arbeit und Disziplin in der Welt des Modelings.
Während Hadid ihren Erfolg in der Branche anerkennt und zugleich andere Models respektiert, fehlt Kendall Jenner offenbar dieses Bewusstsein. Ein Realitätscheck für das Model und die Agenturen, die den Unterschied zwischen Privileg und harter Arbeit kennen sollten, ist längst überfällig.