Modelleben: Vom Selbststart zu internationalen Laufstegen

Ich trage Halsketten den ganzen Tag und die ganze Nacht – ich nehme sie nie ab! Meine Freunde sagen, ich bin wie ein Weihnachtsbaum, weil ich diese Ketten so liebe. Als Fisch und Astrologie-Fan frage ich bei jedem neuen Kontakt sofort: „Was ist dein Sternzeichen?“ Schlafen tue ich nur 4–5 Stunden pro Nacht; mein Geist ist immer irgendwo, aber so war es schon in der Schule. Ich bin ein echtes „self-made“-Model, ohne Agent, Manager oder Assistenten – alles, vom Portfolio bis zu Buchungen, erledige ich selbst.

Nach meinem Studium der Betriebswirtschaft und einer Zeit bei einer Headhunting-Firma entschied ich mich, meine Karriere im Modeling zu verfolgen. Ich habe Misophonie, also Geräusche sind wirklich eine Herausforderung für mich, aber auf dem Catwalk blende ich alles aus. Meine erste Runway-Show war im Januar für Dolce & Gabbana, und seitdem habe ich sechs Shows absolviert. Neben dem Modeln habe ich jahrelang Fußball gespielt und 14 Jahre Tennis – Ausdauer ist also meine Stärke, Technik weniger [lacht].

Heute reise ich rund 300 Tage im Jahr, treffe Models und Teams aus allen Teilen der Welt und genieße die Abenteuer, die das Leben in der Modebranche bietet. Mein erstes internationales Magazin-Cover war eine Überraschung: Grazia in Italien informierte mich nur zwei Tage vorher. Mit meinem Engagement und den richtigen Verbindungen zu Modelagenturen und anderen Model agencies habe ich gelernt, dass Selbstdisziplin und Leidenschaft der Schlüssel für jeden erfolgreichen Model ist.
April 02, 2020